Konzept

Einblick in meine pädagogische Arbeit
bei der Die Lerchenbande

Vorwort

Liebe Eltern,

diese pädagogische Konzeption richte ich an Sie als Eltern. Ich möchte Ihnen einen Einblick in meine tägliche Arbeit mit den Kindern verschaffen. Wie ich die Kinder fördere und fordere bei ihrer Entwicklung. Es ist für mich sehr wichtig, dass ich Ihren Kindern eine familiäre und bedürfnisorientierte Betreuung anbieten kann. Auch meinen Tagesablauf möchte ich Ihnen gerne vorstellen. Es würde mich sehr freuen wenn Sie sich die Zeit nehmen meine Konzeption in Ruhe durchlesen. Für Fragen stehe ich ihnen gerne zur Verfügung.

Vorstellung der Kindertagespflegeperson

Mein Name ist Maria Jehnichen. Ich bin verheiratet und habe einen Sohn. Es hat mir schon immer sehr viel Spaß und Freude bereitet mit Kindern zu spielen, zu toben und zu lachen. Als mein eigener Sohn von einer wunderbaren Tagesmutter betreut wurde, sind meine Erinnerungen wieder wach geworden. Wie sagt man so schön Immer an die Träume und Ziele glauben und nicht aus den Augen verlieren.
Im Jahr 2013 habe ich auf dem Weg zur qualifizierten Tagesmutter den Grundkurs abgeschlossen und mit der Betreuung im Anschluss ab Januar 2014 angefangen. Im weiteren Verlauf habe ich dann meine Qualifikation zur Tagesmutter Anfang 2015 erfolgreich absolviert. Im Jahr 2019 gehörte ich zu den ersten erfahrenen Tagesmüttern, die eine Abschlussqualifizierung 160+ in der Kindertagespflege nach dem QHB erfolgreich absolviert haben. Die Pflegeerlaubnis, Führungszeugnis und Gesundheitszeugnis liegt dem Jugendamt Emsdetten vor und wird alle fünf Jahre erneuert, überprüft und genehmigt. Alle zwei Jahre wird der Erste-Hilfe-Kurs für Kleinkinder aufgefrischt. Zusätzlich nehme ich jedes Jahr an mehreren Schulungs- und Weiterbildungsangeboten teil, um eine bestmögliche Betreuung und Versorgung anbieten zu können.
Die individuelle Förderung und die ungestörte Entwicklung jedes einzelnen Kindes sind das Ziel meiner Arbeit. Meine Betreuungstage sind strukturiert und so organisiert, dass die Kinder Spaß daran haben zu mir zu kommen und sich wohl fühlen. Mit meinem großem Herzen und freundlichen Wesen nehme ich jedes Kind so wie es ist. Ich koche sehr gerne gesund, ausgewogen und frisch.

Vorstellung der Kindertagespflegestelle

Betreut werden bei mir Kinder zwischen 0 und 3 Jahren. Meine Betreuungszeiten sind Montag bis Freitag von 7:00 Uhr bis 15:00 Uhr. Individuelle Änderungen sind nach vorherige Absprache natürlich möglich.
Die Betreuung der Tageskinder findet in einem Einfamilienhaus statt. Die Kinder spielen ausschließlich im Erdgeschoss. Hier gibt es eine Küche für gemeinsame Mahlzeiten, Wohnzimmer und Flur zum spielen und toben sowie einen kleinen Raum in dem eine Spielküche steht und viele Spielzeuge und Bücher aufbewahrt werden. Im Obergeschoss ist ein Schlafraum, in dem die Kinder sich ausruhen können. Jedes Kind hat sein eigenes Bettchen und Schlafsack. Vor dem Haus ist ein großer Hof, in dem die Kinder mit Bobby-Cars und Laufrädern ungefährdet fahren können und eine Rutsche mit einem Spielhaus. In der Nähe haben wir zwei große Spielplätze die wir regelmäßig besuchen.

Urlaubszeiten und Krankheit

Mein Jahresurlaub beträgt 30 Tage. Die Urlaubsplanung wird spätestens im Oktober für das kommende Jahr bekannt gegeben. Da ich mehrere Kinder betreue ist es sehr wichtig, dass die Kinder mit ansteckenden Krankheiten und Infekten zu Hause betreut werden um andere Kinder und mich nicht anzustecken. Weitere Details zu den Krankheiten können Sie in einer Tabelle vom Gesundheitsamt einsehen. Diese liegt dem Vertrag bei, der zwischen Eltern und Tagesmutter geschlossen wird. Selbstverständlich können Sie diese auch beim Kennenlerngespräch einsehen. Auch ich als Tagespflegeperson kann einmal erkranken. Sollte ich dadurch länger als eine Woche ausfallen, kann das Jugendamt Tagespflegepersonen vermitteln, die eine Krankheitsvertretung übernehmen können.

Meine pädagogischen Inhalte und Ziele

Die Betreuung meiner Tageskinder findet nur in einer kleinen Gruppengröße von maximal 5 Kinder. Durch die kleine Gruppengröße ist die Beziehung zwischen Eltern, Kindern und mir als Tagesmutter familiär gestaltet. Sie erleichtert vielen Kindern den ersten Einstieg in eine fremde Betreuungssituation und auch den Umgang mit und zu den anderen Kindern. Ich verstehe meine Arbeit als familienergänzendes Angebot. Der Schwerpunkt meiner Arbeit liegt in der engen Zusammenarbeit mit den Eltern, in einer offenen und vertrauensvollen Gesprächsbereitschaft und einer gegenseitigen Verantwortlichkeit.
Jedes Kind ist individuell verschieden und wird von mir da abgeholt wo es steht. Ich gebe den Kindern Raum um sich zu entfalten und Anregungen um sich weiter zu entwickeln. Ich unterstütze die Kinder die eigenen Gefühle und Bedürfnisse zu erkennen, auszudrücken und die der Anderen wahrzunehmen. Den Kindern begegne ich mit Achtung und Respekt.

Werte und Normen

Die Kinder lernen bei mir:
• Rücksichtsvoller, freundlicher Umgang miteinander
• Höflichkeitsformen wie Bitte und Danke
• es werden keine Spielzeuge den anderen Kindern weggenommen
• wir gehen miteinander gewaltfrei um
• wir achten die Natur
• wir leben umweltfreundlich
• es wird nicht mit den Spielsachen oder Büchern geworfen oder diese beschädigt

Rituale und Regeln

• beim Essen wird nicht mit dem Essen gematscht oder gespielt. Es wird eine Gabel oder ein Löffel benutzt.
• wir essen gemeinsam und am Tisch
• geregelte Ruhephasen
• das Feiern von Geburtstagen und religiösen Feiertagen
• das pünktliche Bringen und Abholen der Kinder
• wir räumen gemeinsam auf.

Mein Leitbild

Das Konzept meiner Kindertagespflege richtet sich an die Eltern, die ihre Kleinkinder in einer harmonischen, liebevollen, ruhigen und wohligen Atmosphäre aufwachsen sehen wollen. Es ist mir sehr wichtig, eine Betreuung und Pflege mit Achtung der Selbstbestimmung und Selbstverantwortung der Kinder anzubieten. Im Vordergrund steht die Gemeinschaft und liebevolle Unterstützung, die ich Ihrem Kind mit auf dem weiteren Lebensweg geben möchte. Jedes Kind hat seine individuelle Persönlichkeit, die es zu erkennen und zu achten gilt. Die Persönlichkeit des Kindes fördern, ohne zu überfordern, zu stärken und zu unterstützen macht meine Arbeit aus.
Die Entwicklung von Selbstbewusstsein, Eigenständigkeit und Identität ist unter anderem Grundlage eines jeden Bildungsprozesses.
Ich möchte Ihr Kind dabei begleiten selbstbewusst zu werden, soziale Kompetenz zu erlernen und sich durch Selbsterfahrung zu bilden. Die ermögliche ich unter anderem durch Vorleben von höflichen und wertschätzenden Umgang miteinander, an dem sich die Kinder orientieren können. So wächst das Kind in einer vertrauensvollen und verlässlichen Umgebung auf, mit dem Wissen, dass es nicht alles haben kann, aber immer ernst genommen wird.

Förderung der verschiedenen Bildungsbereiche

1. Bewegung.
Bewegung ist für die Kinder sehr wichtig, sie sind fast immer in Bewegung. Ich biete den Kindern die Möglichkeit sich spielerischen im Haus sowie im Garten auszutoben. Sobald die Kinder selber laufen können werden sie nur noch getragen wenn es unbedingt nötig ist. Wir gehen sehr viel spazieren und zum Spielplatz. Um die Kinder sportlich zu motivieren, gehen wir einmal die Woche vormittags in eine nahegelegene Turnhalle. Dort werden verschiedene altersgerechte Parcours aufgebaut, die die Kinder selbstständig oder mit Hilfe durchlaufen.

2. Körper- Gesundheit – Ernährung
Ernährung:
Damit die Kinder groß, gesund und stark werden biete ich eine gesunde und ausgewogene Ernährung an.

Frühstück:
• es wird gemeinsam gegessen
• zum Frühstück gibt es immer Brot, Frischkäse und Aufschnitt
• Gemüse
• Wasser oder Milch

Zwischenmahlzeit:
• Frisches Obst oder Gemüse
• Knäckebrot, Maistangen
• wenn wir unterwegs sind gibt es vom Bäcker kleine Brötchen

Mittagessen:
• es wird fast täglich frisch und ausgewogen gekocht
• zweimal die Woche gibt es Gerichte mit Fleisch, zweimal die Woche Gemüse und einmal die Woche Fisch
• die Ernährung kann z.B. aus religiösen oder aus gesundheitlichen Gründen den Anforderungen der Gruppe angepasst werden

Körper – Gesundheit:
Bei Kindern ist es besonders wichtig auf eine angemessene Körperpflege und Hygiene zu achten. Da bei mir in der Betreuung auch sehr kleine Krabbelkinder sind, achte ich darauf, dass keiner mit den Schuhen die Räumlichkeiten betritt. Es werden regelmäßig die Windeln gewechselt. Der Umwelt zuliebe achte ich dabei auf die Notwendigkeit. Aus Sicherheitsgründen wechsele ich den Kindern die Pampers auf dem Boden, falls einem anderem Kind etwas zustößt, so kann ich schneller reagieren. Jedes Kind hat bei mir eine eigene Kiste für Pampers, Feuchttücher, Wickelunterlagen und Wechselsachen. Ich informiere rechtzeitig die Eltern sobald mir etwas fehlt. Auch für den Mittagsschlaf benötige ich für jedes Kind einen Schlafsack und falls nötig ein Kuscheltier von zu Hause. Diese werden von mir regelmäßig gewaschen. Vor jeder Mahlzeit werden bei uns die Hände gründlich gewaschen. Selbst wenn man auf Körperhygiene und Gesundheit achtet, können Kinder trotzdem mal krank werden. Das ist ganz normal. Für Kinder ist es sehr wichtig, dass sie die Krankheiten zu Hause gut auskurieren können um andere Kinder und mich vor Ansteckungen zu schützen.

3. Sprache und Kommunikation:
Um Kinder in deren Sprache zu fördern, reden wir sehr viel. Die Begrüßung morgens und die Verabschiedung beim Abholen ist mir sehr wichtig. Ich achte darauf, dass die Kinder mir die Fragen beantworten und nicht die Eltern. Es wird klar und deutlich mit den Kindern gesprochen damit diese mich möglichst gut verstehen können. Dabei halte ich Blickkontakt mit den Kindern. Den Kindern erkläre ich die Abläufe und Handlungen. Ich achte darauf, dass die Kinder beim Reden keinen Schnuller im Mund haben oder eine Flasche. Altersgerechte Bücher zum selber Entdecken oder Vorlesen stehen den Kindern zur freien Verfügung.

4. Soziale und kulturelle Bildung:
Beziehungen zu anderen Kindern aufzubauen, sich in der Gruppe zurechtzufinden, sich zu behaupten und Rücksicht zu nehmen – all das lernt Ihr Kind bei mir. Ich achte darauf, dass die Kinder gewaltfrei und freundlich miteinander umgehen. Damit die Kinder gerne zu mir kommen biete ich eine ruhige und entspannte Atmosphäre. Probleme werden gemeinsam gelöst. Ich bringe den Kindern bei, ihre Gefühle und Interessen auszudrücken und die der Anderen zu akzeptieren.

5. Musisch – ästhetische Bildungsarbeit:
Damit die Kinder im musisch-ästhetischen Bereich ihre Erlebnisse vertiefen und ihre sinnliche Wahrnehmung spielerisch gefördert wird, brauchen sie Freiheit, Raum und Zeit.
In meiner Einrichtung haben die Kinder verschieden Möglichkeiten:
• Lieder singen
• Impulse mit verschiedenen Gegenständen z.B. auf die Töpfe mit Löffel klopfen
• Tanzen
• Zugang zu verschiedenen Kreativmaterialien

6. Religion und Ethik:
Ich gebe ihrem Kind die Möglichkeit unterschiedliche Formen von Glauben und Religion zu erfahren. Ich selbst bin christlich aufgewachsen. Wir feiern die christlichen Feiertage wie Weihnachten und Ostern. Mit Ihren Kindern möchte ich dies auch vorbereiten und erleben. Ich interessiere mich auch für andere Religion. Gerne möchte ich die Bräuche und Feiertage ihrer Familien mit in den Alltag der Kinder integrieren.

Geburtstage:
Wir feiern die Geburtstage von jedem Kind. Es wird ein Geburtstagstisch bunt gedeckt und Geburtstagslieder gesungen. Bei diesen Gelegenheiten kann auch mitgebrachter Kuchen oder Muffins gegessen werden.

7. Mathematische Bildung:
Ich erforsche mit den Kindern Muster, Formen, Größen und Gewicht durch verschiedene Spiele. Ich begleite die Kinder beim Ausprobieren, Sehen, Begreifen, Ertasten, Erfinden, Experimentieren, auseinander Bauen, Zusammenfügen, Beobachten, Fühlen und Schmecken. Durch feste Plätze für die Spielsachen oder bestimmte Gegenstände erlernen die Kinder ein Ordnungssystem. Was ist wo und wo ist der Platz für bestimmte Dinge im Spielregal.

8. Naturwissenschaftliche – technische Bildung:
Die Kinder haben bei mir die Möglichkeit mit verschiedenen Elementen wie Wasser, Luft, Erde, und Sand zu experimentieren. Mit unterschiedlichen Spielen wie z.B. einem Parkhaus. Dabei können die Kinder beobachten was passiert wenn ein Auto runter rollt. Ich habe auch Fühlbücher, wo die Kinder Oberflächen und Strukturen tasten können (hart, weich, rau, glatt usw.). Auch bei einfachen Dingen wie Flasche auf und zu, Lichtschalter an und aus, lernt das Kind.

9. Ökologische Bildung:
Es wird gemeinsam die Natur erkundet, z.B. bei einem Ausflug in den Wald. Dabei suchen wir nach Insekten und beobachten diese oder hören den Vögeln bei ihrem Gesang zu. Zudem lernen die Kinder einen respektvollen Umgang mit Tieren und Pflanzen.

10. Medien:
Während der Betreuungszeiten nutzen wir keine „neuen Medien“. Der Fernseher bleibt aus. Das Handy habe ich für die Erreichbarkeit und Absprachen an. Für bestimmte Lieder, Sing- und Bewegungsspiele nutze ich kindgerechte Musik.

Exemplarischer Tagesablauf:

Der Tagesablauf wird regelmäßig an die Gruppe angepasst.

7:00 Uhr – 7:30 Uhr. Die Kinder werden gebracht

8:00 Uhr. Gemeinsames Frühstück

8:30 Uhr – 11:15 Uhr. Aktivitäten wie: Am Mittwoch turnen. An den anderen Tagen freies Spielen drin oder draußen (im Garten oder auf dem Spielplatz).

Gegen 9:30 Uhr. Zwischenmahlzeit

11:15 Uhr – 12:00 Uhr. Mittagessen

12:00 Uhr – 14:00 Uhr. Mittagsschlaf

14:15 Uhr. Zwischenmahlzeit

14:45 Uhr – 15:00 Uhr. Alle Kinder werden abgeholt.

Eingewöhnung

Eingewöhnung nach dem Berliner Modell:

Nach dem Berliner Modell wird Vertrauen langsam aufgebaut. Die Eingewöhnung wird von den Eltern begleitet, so dass das Kind sich unter dem Schutz seiner Bezugsperson mit der Einrichtung und der Tagesmutter vertraut machen kann.

Grundphase
Mit Beginn der Eingewöhnung begleitet die Bezugsperson ihr Kind täglich für 1 – 2 Stunden zur Tagesmutter. Die Tagesmutter wird in dieser Zeit vorsichtig versuchen über Spielangebote mit dem Kind in Kontakt zu kommen, dabei allerdings nicht aufdringlich sein. Das Kind darf sich jederzeit zu seiner Bezugsperson zurückziehen und das Treiben in der Tagespflege vom Schoß aus beobachten.
Ganz wichtig: Bitte verstecken Sie sich niemals während der Eingewöhnung, um ihr Kind zu testen. Auch weggehen ohne Verabschiedung ist unbedingt zu vermeiden. Dieses schürt Verlustängste bei Ihrem Kind und die Eingewöhnung wird deutlich schwieriger verlaufen.

Stabilisierung und Trennungsphase
In dieser Phase wird die Tagesmutter schon mehr auf das Kind zugehen. Es mit ins Spiel einbeziehen, beim Essen helfen und eine Vertrauensbasis aufbauen. Die Bezugsperson sollte sich im Hintergrund halten.
Bald folgt nun die erste Trennung. Ganz wichtig ist das Verabschieden. Auch wenn Ihr Kind dabei vielleicht im ersten Moment weint, gehen Sie nach der Verabschiedung. Sollte das Kind sich schnell von der Tagesmutter beruhigen lassen, ist der erste Schritt geschafft. Kann die Tagesmutter es nicht beruhigen, kommen Sie nach wenigen Minuten zurück, bleiben jedoch noch etwas mit dem Kind in der Einrichtung. Jetzt wird der Trennungszeitraum täglich verlängert. Anfangs beschränkt auf Spielzeit, kommt später das Essen und Schlafen hinzu. Das Tempo bestimmt das Kind. Die Trennung sollte anfangs nur wenige Minuten betragen und dann langsam gesteigert werden.

Schlussphase
Die Stabilisierungsphase ist geglückt, wenn das Kind ein erstes emotionales Band zur Tagesmutter geknüpft hat. Vielleicht weint es manchmal bei der Trennung, lässt sich aber schnell trösten und begleitet dann freudig den Alltag in der Gruppe. In der Schlussphase begleiten Sie das Kind nicht mehr in den Gruppenraum, sondern bringen und holen es zur vereinbarten Zeit.

Beobachtung und Dokumentation

Das Kinderbildungsgesetz besagt, dass die Entwicklung eines Kindes regelmäßig beobachtet und dokumentiert werden soll. Die Form der Bildungsdokumentation habe ich als Portfolio gewählt. Ich halte die Kinder bei deren Handlungen wie spielen, malen, turnen und anderen gemeinsamen Aktivitäten fotografisch fest. Alle Bilder klebe ich je Kind in ein Fotoalbum, dass zusammen mit der Bildungsdokumentation nach der Betreuungszeit den Eltern überreicht wird. Für mich sind Elterngespräche sehr wichtig. Ich führe nicht nur tägliche kurze Gespräche beim Bringen bzw. Abholen. Ich beobachte die Kinder bei deren Entwicklung und Handlungen und dokumentiere diese. 2x im Jahr biete ich den Eltern intensive Gespräche an, die beim jeweiligen Kind zu Hause stattfinden. Falls mir etwas nicht altersgerechtes auffällt, gebe ich das bei diesen Gelegenheiten an die Eltern weiter.

Kooperation

Ich arbeite sehr gerne mit einer anderen Tagesmutter zusammen. Wir gehen gemeinsam turnen, auf einen Spielplatz, zur Bücherei, zur Feuerwehr, zum Wochenmarkt, zur Kirche z.B. die Weihnachtskrippe besichtigen, zum Bahnhof, Tiere auf der benachbarten Weide besuchen. Wir basteln gemeinsam Laternen für das Emsdettener Lichterfest. Unsere Feste organisieren und feiern wir gemeinsam.

Mit den Eltern „Hand in Hand“

Erziehungspartnerschaft

Für meine Arbeit und Ihr Kind ist die Erziehungspartnerschaft zwischen Ihnen und mir unverzichtbar. Nicht nur Ihr Kind soll sich bei mir wohl fühlen können, auch Sie müssen hinter meiner Arbeit und dem Konzept stehen, damit wir eine harmonische Betreuungszeit miteinander verbringen können. Um die bestmögliche Betreuung und Förderung Ihres Kindes zu gewährleisten ist es wichtig, dass wir in einem ständigen, ehrlichen und wertschätzenden Austausch miteinander stehen und Änderungen oder Veränderungen der Lebenssituation des Kindes jederzeit miteinander besprechen.
Ich wünsche mir mit den Eltern eine ehrliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit, Hand in Hand. Im Leben läuft nicht immer alles rund und manches lässt sich nicht außerhalb der Betreuungszeit regeln. Das gilt für die Eltern und Ihre Kinder genauso wie für mich. Sollte ein Arztbesuch oder ähnliches mit den Bring- oder Abholzeiten kollidieren, kann ich gerne eine Ausnahme einrichten. Im Gegenzug erwarte ich aber auch, dass mir dieser Freiraum im Zweifelsfall auch eingeräumt wird. Selbstverständlich habe ich alle anderen Möglichkeiten vorher geprüft, bevor ich damit den geregelten Ablauf störe.
Damit die Eltern und Kinder sich besser kennenlernen veranstalte ich einen Kennenlernnachmittag, ein Weihnachtsfest und ein Sommer- / Abschlussfest. Damit diese Treffen allen in guter Erinnerung bleiben, stellt uns ein benachbarter Kindergarten hierfür seine Räumlichkeiten zur Verfügung.

Bewegungsförderung in meiner Kindertagespflege „Die Lerchenbande“

Kinder lernen die Welt mit allen Sinnen kennen. Bewegung spielt dabei eine wichtige Rolle und ist ein Grundbedürfnis einen jeden Kindes.
Bewegung fördert nicht nur die körperliche, sondern auch die kognitive Entwicklung der Kinder. Darüber hinaus hat Bewegung einen positiven und direkten Einfluss auf die Gesamtentwicklung, regt das Denken der Kinder an und fördert und schult die Konzentrationsfähigkeit. Unter Anderem lernen die Kinder sich selber fortzubewegen, Grundbedürfnisse zu erfühlen und sich kommunizierend mitteilen zu können. Die Bewegung ist für Kinder ein Ausdruck ihrer Lebenslust, ihrer Freude am Dasein und ein Zeichen ihrer Lebendigkeit. Bewegung ist der Grundbaustein zur Entwicklung aller menschlichen Fähig- und Fertigkeiten. Aus diesem Grund können sich die Kinder bei „Die Lerchenbande“ so viel wie möglich bewegen.
In meiner Gruppe werden keine speziellen Übungsstunden mit den Kindern veranstaltet. Kinder entwickeln sich altersentsprechend, wenn sie jeden Tag die Möglichkeit für ausreichend Bewegung haben und Materialien zur Verfügung gestellt bekommen, die sie erkunden, also Sinneserfahrungen machen können. Dies geschieht bei mir im Alltag in meinem Haus, beim Ausräumen von Körben und Schubladen und beim Spielen mit dem Gefundenen, in rhythmischen Spielen zu Liedern oder speziellen Angeboten wie Tunnel zum Durchkrabbeln, mit großen Autos rennen und diese vor sich herschieben, Stühlchen, Treppe, Tritt, Lauflernwagen usw.
Ich biete den Kindern ein weiteres vielfältiges Bewegungsangebot, indem ich viel mit ihnen nach draußen gehe und sie die Möglichkeit haben die Welt zu erkunden. Durch z.B. Spielplatzbesuche ermögliche ich den Kindern sich körperlich auszuprobieren, sich selbst einzuschätzen, Hemmungen zu überwinden und somit selbstsicher und selbstständig zu werden. Beim Spielplatzbesuch achte ich darauf, dass die Spielgeräte altersentsprechend und sicher für meine Gruppe sind. Dabei habe ich die individuell unterschiedlichen Bedürfnisse und Fähigkeiten meiner Tageskinder im Blick und gehe auf diese ein. Auch Besuche im Wald sind bei uns sehr beliebt. Dort wird den Kindern ermöglicht, die Natur hautnah zu erleben und die Umgebung zu erkunden. Im Wald können „Die Lerchenbande“ Kinder rennen, toben, balancieren, hüpfen und bauen. Darüber hinaus haben die Kinder die Möglichkeit mit Naturmaterialien zu spielen und zu tasten wie: Eicheln, Blätter, Stöcke, Steine, Tannenzapfen und vieles mehr. Der Wald bietet aufgrund seiner unterschiedlichen Ebenen, Bodenbelägen und des wechselnden Wetters immer wieder neue Eindrücke.
Wir haben die Möglichkeit 1x die Woche eine Turnhalle zu nutzen. Durch gezieltes Aufbauen von Bewegungs- und Kletterparcours erreiche ich vielfältige Bewegungsangebote, aber auch Rückzugsmöglichkeiten für meine Tageskinder. In dem Parcours nutze ich viele Geräte wie z.B. eine Turnbank, durch begleitendes Balancieren, Krabbeln oder Laufen, lernen die Kinder ihr Gleichgewicht zu halten. In den Parcours baue ich gerne auch Turnmatten zum Toben und Hüpfen sowie Kletterdreieck, Kletterbogen, Rutsche usw. mit ein. Bälle und Schwungtuch sind bei den Kindern in meiner Gruppe auch sehr beliebt. Für Kinder, denen die Angebote zu reizüberfordernd sind gibt es Rückzugsorte und ich bin als Ansprechpartnerin immer da.
Um mehr Möglichkeiten zu nutzen, kooperiere ich mit dem ortsansässigen Sportverein TVE. In den Ferien habe ich die Möglichkeit deren Sporthalle zu nutzen. Darüber hinaus planen wir 1x jährlich eine Zusammenarbeit. Jedes Jahr im Mai findet die „Aktionswoche Kindertagespflege“ statt. In dieser Woche dürfen wir uns und unsere Arbeit „Bewegung in der Kindertagespflege“ präsentieren.
Bei mir starten die Kinder meistens im Alter von ca. einem Jahr. Da sind sie oft noch unsicherer in ihren Bewegungen und sehr unterschiedlich in ihrer Entwicklung. In der Zeit bei mir passiert in diesem Bereich sehr viel und es ist spannend die Kinder als Individuen zu erleben und zu begleiten.

Kinderschutz in der Tagespflege Konzeption Schutzkonzept für „Lerchenbande“

Inhalt
1. Kindertagespflege als Ort der primären Bildung und Erziehung
2. Rechtliche Grundlagen für Kinderschutz in unserer Einrichtung
3. Präventiver Kinderschutz
• a. Kinderrechte in unserer Einrichtung
• b. Elternarbeit
• c. Strukturelle Rahmenbedingungen
4. Intervenierender Kinderschutz
• a. Schutz der Kinder durch Erziehungsberechtigte
• b. Schutz der Kinder untereinander
5. Schluss


1. Kindertagespflege als Ort der primären Bildung und Erziehung
Der Schutz der Kinder vor Gefahren für ihr Wohl gehört zu meinen Pflichtaufgaben in der Kindertagespflege. Ich als Kindertagespflegeperson erlebe die Kinder viele Stunden lang an den meisten Tagen im Jahr. Ich habe regelmäßig Kontakt zu den Eltern, mit denen ich eine Erziehungs- und Bildungspartnerschaft eingehe. Aufgrund dieser Rahmenbedingungen bin ich besonders gut geeignet, Anzeichen für eine Gefährdung bei Kindern frühzeitig wahrzunehmen. Ich verstehe mich in unserer Einrichtung „Lerchenbande“ als ein Ort der Förderung, Betreuung und Erziehung für Kinder von 0-3 Jahren. Deswegen ist es mir wichtig, die mir anvertrauten Kinder mit ihren Familien in den ersten Lebensjahren zu begleiten und ihre Lebenswelten kennenzulernen. Ich bin Erziehungspartnerin der Eltern und Erziehungsberechtigten und setze mich für eine offene Atmosphäre und Beziehung ein. Als Tagespflegeperson erbringe ich eine Vertrauensdienstleistung und neben der Eingewöhnung der Kinder müssen auch die Eltern bei mir ankommen, Sicherheit gewinnen, damit eine Erziehungspartnerschaft gelingen kann. Diese ist die Grundlage dafür, auch schwierige Gespräche mit Eltern über das Wohlbefinden der Kinder zu führen. Nicht selten werde ich als Tagespflegeperson von den Eltern um Rat gefragt, auch über die eigentliche Betreuung und Förderung der Kinder hinaus. Häufig entstehen sehr vertrauensvolle Beziehungen, die im Idealfall dem Kind zugutekommen. In diesem Zwei-Familien-System ist die Tagespflegeperson oftmals die erste Person, die Signale, dass etwas nicht stimmt, dass es dem Kind nicht gut geht, aufnimmt.

2. Rechtliche Grundlagen für Kinderschutz in meiner Einrichtung
„Kindeswohlgefährdung liegt vor, wenn das körperliche, geistige und seelische Wohl durch das Tun oder Unterlassen der Eltern oder Dritter gravierende Beeinträchtigungen erleidet, die dauerhafte oder zeitweilige Schädigungen in der Entwicklung des Kindes zur Folge haben bzw. haben können.“ (DIJ – Handbuch, September 2004) Im Rahmen des Kinder- und Jugendhilfeweiterentwicklungsgesetz (KICK) wurde im Oktober 2005 der § 8a in das SGB VIII aufgenommen. Hier werden Fachkräfte von Einrichtungen und Diensten, die Leistungen nach diesem Gesetz erbringen, in die Verantwortung genommen, den Schutzauftrag nach § 8a Abs. 1 SGB VIII entsprechend wahrzunehmen. Hierzu zählen sowohl der Schutz vor Gewalt in unserer Einrichtung als auch durch Dritte. Im Januar 2012 trat das Gesetz zur Stärkung eines aktiven Schutzes von Kindern und Jugendlichen (Bundeskinderschutzgesetz) in Kraft. Ziel des Gesetzes sind gleichermaßen der Schutz des Wohls von Kindern und Jugendlichen sowie die Förderung ihrer körperlichen, geistigen und seelischen Entwicklung. Aktiver Kinderschutz bedeutet für mich bei der „Lerchenbande“ vorbeugende sowie intervenierende Maßnahmen. Kinder haben das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung und ein Recht auf Schutz vor Gefahren für ihr Wohl. Der Schutzauftrag für meine Einrichtung und für mich als Tagespflegeperson nach §8a SGB VIII besagt, dass ich gewichtige Anzeichen für eine Kindeswohlgefährdung erkenne, das Gefährdungsrisiko unter Hinzuziehung einer Kinderschutzfachkraft („insoweit erfahrene Fachkraft“) einschätze und gemeinsam mit den Eltern mit meinen Möglichkeiten eine Gefährdung abzuwenden oder Hilfeangebote aufzuzeigen.
Wenn die Gefährdung nicht durch meine Mittel abgewendet werden können oder besprochene Maßnahmen im Verlauf nicht ausreichend erscheinen, bin ich verpflichtet das zuständige Jugendamt zu informieren. Ich versuche stets, transparent mit den Eltern als meinen Erziehungspartnern zu bleiben und sie über meine Schritte und Maßnahmen zu informieren. Im Kinderschutzfall kann es sein, dass ich auch ohne Einverständnis der Erziehungsberechtigten Informationen an das Jugendamt weitergebe. Hier steht Kinderschutz über dem Datenschutz. Ich informiere die Eltern im Vorfeld über diese Bestimmungen und Pflichten.

3. Präventiver Kinderschutz
a. Kinderrechte in meiner Einrichtung
Obwohl alle bisher formulierten Menschenrechte auch für Kinder gelten, stellen Kinder eine besondere Gruppe dar, die aufgrund ihres erhöhten Schutzbedarfes der Anerkennung besonderer Rechte bedürfen. Das bedeutet: Kinder sind heute nicht mehr nur als ein „Objekt des Schutzes und der Fürsorge“ anzusehen. Kinder haben ein Recht darauf, ihre Rechte zu kennen und auch die Umsetzung dieser in der Praxis zu erleben. Sie sind grundlegend besser vor Gefahren geschützt, wenn sie ihre Rechte kennen und an den sie betreffenden Entscheidungen beteiligt werden. Bei mir in der Einrichtung stellt Prävention eine grundlegende Erziehungshaltung mit einem dauerhaften Auftrag dar. Ich sehe Kinder von Geburt an als TrägerInnen eigener Rechte, welche ich schützen und respektieren will. Hierzu fördere ich das kindliche Selbstbewusstsein durch altersgerechte Informationsvermittlung der eigenen Rechte (nur wer diese kennt, kann für sich selbst einstehen), hinreichende Beteiligung an wichtigen Prozessen innerhalb meiner Einrichtung und eine angemessene Unterstützung innerhalb des Lernfeldes der körperlich/sexuellen Bildung. Wirksamer präventiver Kinderschutz in meiner Einrichtung beinhaltet Schutz, Förderung und Beteiligung aller Kinder. Dies gestaltet sich zum Beispiel in meinem gewaltfreien, Grenzen achtenden und respektvollen Umgang mit den Kindern, welchen wir alle auch untereinander einfordern. Durch regelmäßige Fort- und Weiterbildungen sichere ich meine Fachkompetenz und Qualifizierung als Tagespflegeperson.

b. Elternarbeit
Ich verstehe mich als Erziehungspartnerin der Eltern im Sinne der Kinder. Damit die Kinder die besten Entwicklungschancen haben, ist mir eine enge und vertrauensvolle Beziehung zu den Eltern oder anderen Erziehungspersonen wichtig. Partnerschaft bedeutet für mich die Zusammenarbeit für einen gemeinsamen Zweck bzw. ein gemeinsames Ziel. Notwendige Voraussetzungen gelingender Partnerschaft sind Offenheit, Vertrauen, Kontaktfreude, Dialogbereitschaft, partnerschaftliche Umgangsformen, Respekt vor bestehenden Unterschieden und Rollenklarheit, welche ich allen Eltern anbiete. Bei der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft verbindet mich mit den Eltern das gemeinsame Ziel, die Entwicklung des Kindes bestmöglich zu fördern. Hierzu stehe ich im regelmäßigen Kontakt mit den Eltern, was tagesaktuelle Ereignisse und Erlebnisse mit den Kindern betrifft. Die Eltern werden von mir über meinen Schutzauftrag informiert. Ich bin bereit, auch schwierige Themen mit Eltern anzusprechen und versichere hier Offenheit und Transparenz über meine Möglichkeiten und Grenzen.

c. Strukturelle Rahmenbedingungen
Als Tagespflegeperson habe ich, anders als in einer KiTa, kein Team oder eine Leitung vor Ort. Ich arbeite in meiner Einrichtung autark als Einzelperson. Hier nutze ich im Einzelfall den kollegialen Austausch zur Reflexion und zum fachlichen Gespräch mit einer Fachkraft des Jugendamtes. Zur Voraussetzung meiner Pflegeerlaubnis bin ich verpflichtet, regelmäßig an Fortbildungen und Qualifizierungsmaßnahmen teilzunehmen. Hier komme ich außerdem in Kontakt mit anderen Pflegepersonen in Emsdetten und kann mich austauschen. Durch die bestehende gesetzliche Regelung ist der städtische Pflegekinderdienst und
Adoptionsvermittlung mein Fachdienst und Ansprechpartner in Kinderschutzfällen. Bei diesem kann ich Beratung und Unterstützung anfragen. Mit jahrelanger Erfahrung habe ich meine Strategie entwickelt, im turbulenten Tagespflegealltag nie die Geduld und den Humor zu verlieren. So erde ich mich mit Bildern meiner Lieben oder gönne mir regelmäßige Pausen, während die Kinder sich ebenfalls ausruhen.

4. Intervenierender Kinderschutz
a. Schutz der Kinder durch Erziehungsberechtigte
Erwachsene, allen voran die Eltern, sind Pflichtenträger, von denen Kinder die Umsetzung ihrer Rechte erwarten können. Für das Wohl ihrer Kinder sind die Eltern verantwortlich. Aber auch mit Kindern tätige Institutionen wie Kindertagespflege tragen Verantwortung für Kinderrechte und das Kindeswohl. Wenn Eltern nicht gewillt oder in der Lage sind, ihr Kind ausreichend vor Gefahren für sein Wohl zu schützen, und Hilfen nicht angenommen werden, kann der Kinderschutz notfalls gegen den Willen der Erziehungsberechtigten gewährt werden. Zur Bewertung der Gefährdung nutze ich zunächst den fachlichen Austausch mit den Fachberatern des Jugendamtes. Ich bin verpflichtet, die Eltern so früh wie möglich über meine Beobachtungen zu informieren, sofern dies keine Gefährdung für das Kind darstellt. Wenn ich meine Beobachtungen nicht mit den Eltern besprechen kann, nutze ich anonymisiert die Beratung des Fachdienstes, welcher im Kinderschutzfall eingeschaltet werden muss. Andernfalls bespreche ich mich mit den Eltern und biete Erziehungsberatung oder weiterführende Hilfen an. Bei Gefahr im Verzug informiere ich in Absprache mit dem zuständigen Fachdienst sofort das Jugendamt. Im Kinderschutzfall muss ich mich nicht an den Datenschutz halten.

b. Schutz der Kinder untereinander
Mein pädagogischer Grundsatz beinhaltet einen gewaltfreien und respektvollen Umgang. Dies fordere ich auch von den Kindern im Umgang miteinander ein. In der täglichen Arbeit mit Kleinstkindern ist es wichtig, die Signale und Äußerungen der Kinder ernst zu nehmen und zu respektieren, wenn es beispielsweise im Spiel mit einem anderen Kind noch nicht verständlich klar machen kann, wo seine Grenzen sind. Unter Einbezug der Kinderrechte thematisiere ich altersgerecht Grenzüberschreitungen und übergriffiges Verhalten der Kinder untereinander und kläre auf, dass die Grenzen jedes Kindes respektiert werden müssen. Bei auffälligen oder anhaltenden Grenzüberschreitungen suche ich das Gespräch mit den Eltern, um das Verhalten des Kindes zu besprechen.

5. Schluss
Dieses Schutzkonzept ist Teil meiner Konzeption. Es wurde auf der Grundlage von diversen Fachbüchern sowie Publikationen und meiner langjährigen Erfahrung als Tagespflegeperson verfasst.